Autor: Johannes 29. Juni 2017

Stage 10: Murmansk – Petrosawodsk (950km | 15h)

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Gestärkt von einem spätmorgendlichen Brunch, ca. 1500 Kalorien pro Person beim Murmansker MC Donalds, machten wir uns auf zu unserer bisher längsten Fahretappe. Fast 1000km auf unbekannten russischen Straßen, die uns und unseren Pajero bisher so schmerzlich im Stich ließen. Davor durfte jedoch ein kurzer Abstecher bei der Lenin, einem stillgelegten Atomeisbrecher, nicht fehlen. Spätestens beim Passieren eines ziemlich maroden Atomkraftwerks in der russischen Einöde waren wir dann wohl völlig verstrahlt.

Überraschend schnell verbesserten sich nach den Buckelpisten des Vortages die Straßen. Stand uns am Anfang bei 60 km/h noch der Angstschweiß in den Gesichtern, kamen wir ab Nachmittag immer zügiger voran. Dahingegen beängstigend der russische Fahrstil. Wenn trotz einer 2 spurigen Fahrbahn plötzlich 4 Autos nebeneinander fahren, vor Kuppen mit vollem Risiko überholt wird und von Autos teils die Hälfte nicht mehr vorhanden ist nicht zu verwunderlich, dass wir leider einige wirklich schwere Unfälle sahen.

Umso besser, dass einen die LKW Fahrer, wohl sowas wie die guten Seelen der russischen Straßen, wiederholt vor Kontrollen warnten und anzeigten, wann wir überholen konnten.
Landschaftlich bot die Strecke nicht wirklich viel. Die endlosen Wälder wurden nur von abartig stinkenden Fabriken in komplett versmogten Tälern unterbrochen. Nach einem weiteren Elektrikproblem unseres Pajeros, dieses mal der Ausfall des Abblendlichtes, fielen wir nachts in unsere genüsslich weichen Hotelbetten.

2 Gedanken zu „Stage 10: Murmansk – Petrosawodsk (950km | 15h)“

  1. Ich finde es großartig, was meine Ex-Schüler (80 % des Teams!) so alles auf die Beine stellen und erleben. Bei uns ist gerade mündliches Abi – das ist vermutlich nicht nur geographisch sehr weit weg…
    Weiterhin gute Fahrt, robuste Reifen, freundliche russische LKW-Fahrer, schöne Erlebnisse, guten Zusammenhalt ohne „Gruppen-Blues“ und viel Genuss beeindruckender Landschaften wünscht E. Reiser

  2. Jungs kommt gesund nach Hause.
    Bin schon froh, dass ihr Russland heil überstanden habt. Auf youtube kann man sich ja anschauen wie es auf den Straße zu geht.
    Noch alles Gute für den Rest der Ralley und die anschließende Heimfahrt.
    Gruß aus Unterweissach

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